Vision
Die „Tischlerei Melk“ belebt den ländlichen Raum mit urbanen Impulsen und möchte so international einen neuen Standard für nachhaltige Stadtentwicklung setzen. Ziel ist es – ganz nach den Prinzipien des New European Bauhaus (NEB) – ein funktionierendes, klimaneutrales Quartier zu schaffen, das nicht nur höchsten ökologischen Standards entspricht, sondern ebenso ästhetisch und gesellschaftlich relevant ist.
So entsteht auf dem ehemaligen Gelände der Tischlerei Fürst Schritt für Schritt ein Raum, um einander (wieder) zu begegnen: Beim gemeinsamen Wohnen, Arbeiten, Handwerken, Bewegen, Lernen und Kunst- und Kulturgenuss bleiben alte Verbindungen bestehen, während neue geschaffen werden.
In einer Zeit, in der echte Verbindungen und gemeinschaftliches Handeln immer wichtiger werden, bietet unsere Tischlerei Raum für Innovation, Begegnung und persönliches Wachstum. Es verbindet Menschen, um gemeinsam eine lebendige und nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Facts & Figures
+500 Expertengespräche
16 Workshops
6 Fokusgruppen
10 Studienreisen
Der Prozess
Da wir der Meinung sind, dass nicht nur einige Wenige entscheiden sollen, was mit einem so zentralen Ort passiert, werden bereits in der Planungsphase die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger:innen in den Prozess miteingebunden.
Durch unterschiedlichste Gespräche, Workshops und Projekte haben innerhalb der letzten 3 Jahre bereits mehr als 1000 Menschen das Projekt „Tischlerei Melk“ aktiv mitgestaltet. So möchten wir sicherstellen, dass die lokalen Perspektiven und Ideen direkt in das Design und die Entwicklung einfließen.
Geschichte
Vor genau 150 Jahren wurde die Tischlerei Fürst gegründet und vor fast 90 Jahren zog diese auf das heutige Areal der Tischlerei Melk. Schon damals war die Tischlerei Fürst nicht nur Arbeits-, sondern vor allem auch Lebensraum - mit beeindruckenden sozialen, fortschrittlichen und nachhaltigen Aspekten. Die Tischlerei verfügte, neben Werkstätten und Büros, auch über eine eigene Lehrwerkstatt, Wohnungen für die Familie Fürst ebenso wie Mitarbeiterwohnungen. Sie verfügte über ein eigenes Kraftwerk und Sägewerk und beherbergte die erste öffentliche Sauna Melks, ein Ausstellungsareal und einen Gemeinschaftsgarten, der Platz für spielende Kinder, gemeinsame Feste ebenso wie für „Urban Gardening“ bot.
Die Idee war also damals wie heute: Die Tischlerei soll ein Ort der Gemeinschaft sein und Raum zum Arbeiten, Wohnen und Leben geben.
Timeline
1937 - Möbelproduktion
und Wohnort Familie Fürst (bis 2008)
seit 2009 - Kunst und Kulturbühne
initiert durch Alexander Hauer und Matthias Dallinger. Eröffnung mit Stermann und Grissemann
2021 - Vision
Start der Arbeit an der Zukunftsvision für den Mikrokosmos "Tischlerei Melk"
2023 - WerkDrei
Der Co-working Space wird eröffnet
2024 - FamilienQuartier, Hostel und KIKO
Eröffnung weiterer Betriebe sowie künstlerische Gestaltung der Fassade durch GOLIF und Deadbeathero
seit 2025 - finale Planungsphase
Mit dem Abschluss des Architekturwettbewerbs werden die ersten Schritte in Richtung Baubeginn gesetzt.